Hersteller-Details: Fokker

1912 gründete Anton Herman Gerhard Fokker die Firma "AHG Fokker Aeroplanbau" in Berlin-Johannisthal. Ein Jahr später wurde der Standort nach Schwerin verlegt und die Firma in "Fokker Aeroplanbau GmbH" umbenannt.

Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges baute das Unternehmen eine Reihe verschiedener Jagd- und Schulungsflugzeuge - darunter auch den berühmten Dreidecker "Fokker Dr.I", den unter anderem auch Manfred Freiherr von Richthofen flog.

Nach dem Ersten Weltkrieg verlegte Anton Fokker 1919 seine Fabrik in die Niederlande und gründete dort mit einigen niederländischen Unternehmen das Unternehmen "Nederlandsche Vliegtuigenfabriek Fokker" in Amsterdam.
Neben der Weiterentwicklung von Militärmaschinen begann hier auch die Entwicklung von ersten Verkehrsflugzeugen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Unternehmensname 1945 auf "Fokker" verkürzt.

1956 wurde die "Fokker F-27 Friendship" auf den Markt gebracht, die zu den meistverkauften Turboprop-Flugzeugen gehörte.

1987 war fokker wirtschaftlich stark angeschlagen, da die Entwicklungkosten der "Fokker 50" (Turboprop) und der "Fokker 100" (Jet) explodierten. Die niederländische Regierung bewahrte Fokker finanziell vor dem Aus, machte aber zur Bedingung, dass ein strategischer Partner gefunden werden musste. Hierfür kamen die DASA und die British Aerospace in Frage.

1992 wurde nach langen, schwierigen Verhandlungen ein Vorvertrag mit der DASA geschlossen.

1994 kam die "Fokker 70" auf den Markt, die eine verkürzte Version der "Fokker 100" darstellt. Der Absatz gestaltete sich allerdings sehr schwierig.

1996 beendete die DASA bzw. der Mutterkonzern Daimler-Benz AG die Zusammenarbeit, was die Insolvenz von Fokker zur Folge hatte.

Die Zukunft ist ungewiss.

Hersteller-Webseite: http://www.fokker.com